Schrank- und Großhumidore
Sie haben einen Humidor. Da passen bestenfalls 150-200 Zigarren rein. Was tun, wenn die Lagerkapazität abnimmt? Den nächsten Humidor kaufen oder
bauen? Doch auch der wird zu klein. Irgendwann kommt wohl jeder passionierte Zigarrenraucher auf die Idee, einen Zigarrenschrank zu bauen oder gar einen kleinen begehbaren Zigarrenlagerraum zu installieren. Oftmals scheitert es am Fachwissen oder an den indiskutablen hohen Preisen von Anbietern fertiger Produkte.
Wir bieten Ihnen sämtliches Material, jeden beliebigen Schrank oder Möbelstück in einen Humidor umzubauen. Dazu bedarf es eigentlich nur dreier Dinge:
1. Sie brauchen einen Schrank, Vitrine, Vertiko (oder ein eigens gebautes Gehäuse) und im Innern Spanisches Zedernholz
2. Sie brauchen ein vollelektronisch geregeltes, äußerst schnell ansprechendes Befeuchtungssystem
3. Die Regalbretter (Gitter) im Schrank sollen "so luftig wie möglich" sein, um optimale Luftzirkulation zu gewährleisten.
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Es bieten sich nun verschiedene Alternativen. Entweder bauen Sie Ihren Humidor-Schrank komplett selbst oder aber Sie greifen auf ein fertiges Möbelstück zurück und bauen dieses zum Humidor um.
Bauen Sie alles selbst, so liegt der größte Aufwand in der
Oberflächengestaltung, nicht in der Konstruktion. Viel einfacher
ist es, ein fertiges Möbelstück oder einen Weinklimaschrank zu einem Humidor umzubauen. Da hierzu meist nur die Innenflächen mit Spanischer Zeder ausgekleidet werden müssen und einige Zwischenböden eingesetzt werden, ist der Umbau meist recht schnell durchzuführen. Zudem kann die Innenauskleidung mit Spanischer Zeder auch etwas dünner ausfallen (ca. 10mm), da die Auskleidung ja keine tragende Funktion hat. Zudem ist hier nicht die Gefahr gegeben, dass sich das Holz verzieht und damit dann Türen oder Schubfächer nicht mehr sauber laufen.
Ob Sie dann ein IKEA-Billi-Regal, Omas Nachtschränkchen oder Kaiser Wilhelms
Eichentruhe umbauen bleibt Ihnen überlassen. Sie sollten nur darauf achten,
dass das Möbel innen möglichst geruchlos ist. Dabei ist es egal, ob der Schrank innen lackiert, furniert oder sonst wie behandelt ist - er wird sowieso mit massiver Spanischer Zeder ausgekleidet.
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Hauptfehler - mangelnde Luftzirkulation
Der Hauptfehler der bei der Konstruktion der meisten Schränke begangen wird
ist, dass keine Rücksicht auf die Luftzirkulation genommen wird. Da werden in
die Regalböden einige Langlöcher gebohrt durch welche dann die Feuchtigkeit
sich im ganzen Schrank verbreiten soll. Machen Sie einmal folgenden Test: Bohren
Sie viele Löcher in ein Brett, halten einen Ventilator vor das Brett, feuchten
Ihre Hand an und halten diese hinter das Brett. Ergebnis: Sie spüren nicht mal
einen Luftzug. Und wenn dann auf den Regalböden auch noch Zigarrenkisten
stehen, die dann die Löcher verdecken ist der Quatsch komplett. Kurz um, die
Befeuchtung funktioniert nicht.
Auskleidung mit Spanischem
Zedernholz
Den Schrank sollten Sie in jedem Fall mit massivem Spanischem Zedernholz auskleiden.
Falls Ihnen eine komplette Auskleidung zu teuer ist, dann reicht es im Grunde
auch, die Rückwand
mit massiver Spanischer Zeder zu verkleiden und an den Seiten Furnierplatten aus
Spanischer Zeder zu verwenden. Durch dieses Holz erhalten Sie ein
fantastisches Aroma im Innern des Schrankes, das das Zigarrenaroma hervorragend
zur Geltung bringt, die Feuchtigkeit optimal resorbiert und wieder abgibt uund
ein der Zigarre zuträgliches Mikroklima schafft.
Optimale Konstruktionsprinzipien
Nach vielen Tests haben wir verschiedene, vom Befeuchter abhängige, Architekturen in einem
Schrankhumidor entwickelt. Das schöne - sie sind so unglaublich einfach und sie
funktionieren.
Rückwand-Schachtbefeuchtung

Planen
Sie beim Bau den Schrank nach Möglichkeit 10-12 cm tiefer als Sie ihn brauchen.
Dann lassen Sie die Regalböden nicht bis an die Rückwand stoßen, sondern
lassen einen Spalt von 10-12 cm. Der Befeuchter (YTERBIUM-X
oder ein Kaltverdunster) wird dann unten im
Schrank so positioniert, dass er an der Rückwand entlang nach oben bläst und
damit jeden Fachboden optimal von hinten befeuchtet.
Ab einer Schrankhöhe von
mehr als 1,6 Metern sollten Sie noch einen zusätzlichen Lüfter einplanen, der
die Feuchte Luft nochmals nach oben befördert. Dieser Lüfter wird parallel zum
Befeuchter geschaltet und sollte nicht mittig im Schrank, sondern seitlich
versetzt eingebaut werden. Somit erreichen Sie eine optimale Konvektion.
Dann
können Sie die Fachböden auch massiv bauen, da ja die Befeuchtung von hinten
erfolgt. Lassen Sie bei den Fachböden nach vorne zur Türe auch einen Spalt
(ca. 3 cm). Voilà, das war's.
Da die feuchte Luft von hinten in die Regalböden strömt, kommt der
Konstruktion der Regalböden selbst keine allzu große Bedeutung mehr zu.
Grundsätzlich gilt: Je luftiger desto besser. Verabschieden Sie sich von dem
Gedanken, das drei Bohrungen oder Langlöcher etwas bewirken. Entweder, Sie
machen aus dem Regalboden ein Sieb oder einen Rost (70% Material, 30% Luft),
oder Sie sparen sich die Arbeit gänzlich.
Befeuchtung durch Röhrensystem

Durch den Einsatz von
YTERBIUM-X ist ein geniales Prinzip der Befeuchtung möglich. Am Befeuchter
werden drei Rohre (Standard HT-Rohr 40mm oder Standard Elektroinstallationsrohr
32 mm) eingesteckt und über ein Rohrsystem die Feuchte Luft direkt in die
Regalböden eingeleitet.
Durch die in jedem Baumarkt
erhältlichen Winkelstücke, T-Verteiler etc. kann ein perfektes
Luftzirkulationssystem im Schrank aufgebaut werden. Verwendet man eine zweite
Rückwand als Deckplatte, so sind die Rohre nicht sichtbar und die feuchte Luft
wird nur noch über Löcher oder Lüftungslamellen in den Innenraum
geleitet.
Wenn der Verlauf der Rohre
aus Platzgründen nicht im Innern des Schrankes verlaufen kann, so führt man
die Rohre durch ein Winkelstücke nach außen und lässt Sie an der Rückwand
entlang nach oben in verschiedenen Höhen wieder in den Schrank einblasen. Im
Innern können dann T-Verteiler und Winkelstücke nach Belieben eingesetzt
werden.
Die
Position des Befeuchters
Ein sehr kontrovers diskutiertes Thema ist die optimale Position des Befeuchters
im Humidorschrank. Grundsätzlich ist folgendes festzustellen: Wenn Sie einmal dem Rauch Ihrer Zigarre folgen, dann stellen Sie fest, das sich
der Rauch nicht sofort gleichmäßig im Raum verteilt, sondern zunächst in
Schwaden aufsteigt. Dort wo die Schwade gerade ist, würde ein Rauchmelder
sofort Alarm schlagen, 1 cm neben der Schwade würde nichts passieren.
Ähnlich
verhält es sich mit der Luftfeuchte. Wenn in einem Raum 50% rel. Luftfeuchte
gemessen werden, dann ist dies nur an dem Ort auch der Fall, wo Sie gerade Messen. 2 cm daneben können es
schon 5% weniger oder mehr sein.
Es ist kaum zu glauben - aber es ist so. Wir
haben folgendes Experiment gemacht: Fünf unserer Digitalschaltgeräte
Yterbium-E haben wir gleichzeitig laufen lassen. Die Sensoren waren
nebeneinander auf ein Brett montiert. Da das Gerät extrem genau ist, sollte die
Abweichung maximal 0,8% betragen. Fakt: Jedes Gerät zeigte etwas anderes an.
Und zwar Werte zwischen 35% und 40%. Daraufhin haben wir einen Ventilator vor die Sensoren
gestellt und die Luft über alle Sensoren blasen lassen. Nach wenigen Minuten betrug die Abweichung zwischen den Geräten max.
0,3%, eben weil alle Geräte die gleich feuchte Luft abbekamen. Daran erkennen
Sie, wie wichtig eine gute Luftzirkulation im Humidor ist, um eine gleichmäßige
Befeuchtung an allen Stellen zu gewährleisten.
Wo aber nun den Befeuchter
hinstellen und wo den Sensor positionieren um ein optimales Ergebnis zu
erreichen? Grundsätzlich ist folgendes zu beachten.
Warme Luft steigt nach oben,
kalte Luft sinkt nach unten. Wenn Sie als Befeuchter einen Verdampfer benutzen
(das sollten Sie unterlassen), dann steigt der heiße Dampf nach oben, wenn Sie
ein Gerät auf Basis Verdunstung oder Verneblung verwenden, dann kommt die Luft
bis zu 2°C kälter aus dem Befeuchter im Vergleich zur eingesaugten Luft. Diese
kühle befeuchtete Luft sinkt nach unten, wird aber aktiv nach nach oben
geblasen. Wenn Sie die Befeuchtung nach der Rückwand-Schachtbefeuchtung
durchführen, dann muss der Befeuchter unten im Schrank stehen. Verwenden Sie
YTERBIUM-X mit Rohrsystem, dann können Sie den Befeuchter im Schrank
hinstellen, wo Sie wollen.
Der Sensor zur Feuchtemessung sollte immer im oberen Drittel der Raumhöhe angebracht
sein und nicht direkt im Luftstrom des Befeuchters liegen.
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Das Befeuchtungssystem sollte möglichst auf Basis von Kaltverdunstung funktionieren. Ultraschallvernebler sollten, wenn überhaupt, nur in größeren Schränken eingesetzt werden und durch zusätzliche Lüfter muss der Luftstrom mit Wasseraerosolen nochmals feinst vernebelt werden. Ansonsten haben sie bald Schimmel im Schrank. Verdampfer sind völlig ungeeignet, da sie warmen Dampf in den Humidor blasen und diesen aufheizen.
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Meist scheitert das Vorhaben, ein beliebiges Möbel zum
Humidor umzubauen daran, dass kein geeignetes Befeuchtungssystem auffindbar ist. Am Markt erhältliche Raum-Befeuchter mit eingebautem Hygrostaten eignen sich dafür nicht. Der Grund: Meist sind mechanische, allenfalls elektromechanische Hygrostate eingebaut. Diese haben eine viel zu lange Ansprechzeit und sind sehr ungenau. In der Praxis bedeutet das folgendes: Der Hygrostat schaltet den Befeuchter ein, wenn die Feuchte weit unter 70% gesunken ist, der Hygrostat schaltet den Befeuchter erst dann wieder aus, wenn Sie in Ihrem Schrank mit der Mausefalle Forellen fangen können. Keines der am Markt erhältlichen Systeme war in unseren Tests in der Lage, wenigstens mit einer akzeptablen Toleranz annehmbare Schaltintervalle zu gewährleisten. Sollten Sie eines kennen, unterrichten Sie mich bitte. Elektromechanische Hygrostate und deren Mängel Die standardmäßig am Markt erhältlichen Hygrostate sind in der Regel elektromechanische Geräte. Als Fühler dient ein feuchteempfindliches Nylonband, das um drei Spulen gewickelt ist und den Schaltvorgang bei Veränderung der relativen Feuchte auslöst. In einem großen Raum funktioniert das mit einer Schaltdifferenz von 6-10%. Wenn Sie aber ein kleineres Volumen, wie einen Schrank (bis 2000 Liter) befeuchten wollen, dann reagieren diese Geräte viel zu langsam. Eingestellt auf 70% schalten sich die Geräte bei 50-60% ein und bei über 80% wieder aus. Na dann - wohl
bekomms.
Elektronische Hygrostate Als Messprinzip dient entweder der ohm'sche Wiederstand oder ein kapazitiv arbeitender Sensor. Bei letzterem wird eine Metallschicht (Gold) beidseitig auf eine Kunststoffolie aufgebracht. Die Folie ist das Dielektrikum eines Plattenkondensators, die Metallschicht dessen Elektroden.. Die relative Feuchte bestimmt die Dielektrizitätszahl der Folie und somit die Kapazität des Kondensators. Über einen Feuchtetransmitter wird diese Kapazitätsänderung in ein proportionales Spannungssignal umgewandelt, welches dann für den Mess- und Schaltvorgang herangezogen wird.
Qualität der Sensoren Die am Markt erhältlichen Sensoren sind allerdings von sehr unterschiedlicher Qualität. Nicht selten haben Billig-Sensoren aus dem Elektronik-Versand eine mangelnde Präzision und keine Langzeitstabilität. Als hervorragend funktionierende Lösung bieten wir hier unsere Regelung
YTERBIUM-E
und YTERBIUM-X an.
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