Meine Vorbemerkungen zu Reisehumidoren
Problematisch bei kleinen Humidoren ist und bleibt immer die Befeuchtung. Schließlich werden durch den Befeuchter ja nicht die Zigarren direkt befeuchtet, sondern es wird die Luft im Humidor befeuchtet. Je weniger Luft im Humidor ist, desto größer sind die Feuchteschwankungen. Schwankende Temperaturen haben ebenso einen Einfluss auf die relative Feuchte im Humidor. So kommt es beim rapiden Temperaturabfall zum Anstieg der rel. Feuchte und beim Ansteigen der Temperatur zum Absinken der rel. Feuchte.
Kunststoffhumidore wie der CigarCaddy verfügen über eine Dichtung und verlieren praktisch keine Feuchte. Da kann man sich das Beträufeln des Microbefeuchters wirklich sparen - im Gegenteil - es ist sogar gefährlich, da die oberste Lage Zigarre zu dicht am "Befeuchter" sitzt. Beim CigarCaddy ist es am sinnvollsten, als Zusatzausstattung den Aromaklotz aus Spanischer Zeder dazu zu bestellen und diesen angefeuchtet in den Caddy zu legen. Funktioniert ausgezeichnet. Zwar sind diese Kunststoffkisten häßlich wie die Nacht, aber meiner Ansicht nach die besten Reisehumidore. Stabil und unempfindlich.
Wenn Reisehumidore über ein Befeuchtungssystem verfügen, so kommt standardmäßig unser exklusives Polymerfleece zum Einsatz (außer im Cigar Caddy oder in Humidoren mit fest eingebauten Befeuchtern). Grundsätzlich dienen Reisehumidore zu dem, was ihre Bezeichnung ausmacht. Zum Transport der Zigarren auf Reisen. Länger als 4-5 Wochen sollten Sie Zigarren nicht in einem Reisehumidor lagern, da es praktisch unmöglich ist, eine konstante rel. Feuchte aufrecht zu erhalten. Einfach deshalb, weil die effektive Restluftmenge zu gering ist (glauben Sie mir - auch wenn andernorts das Gegenteil erzählt wird).
Fassen Sie einen Reisehumidor mehr als Etui als einen echten "Humidor" auf. Soll heißen - Zigarrentransport für wenige Wochen ist problemlos möglich, nicht aber die Zigarrenlagerung für mehrere Monate oder als Dauerlösung.